Steinbachtal

GESCHICHTE von Steinbachtal 97 und 98

Besitzer der Gebäulichkeiten und des Geländes - eine ehemalige Ziegelei - waren die Geschwister SIEGLER.

Herr LUDWIG SIEGLER (gest. 24.11.1936) vermachte in seinem Testament das Anwesen der Kongregation. Sie sollte es nutzen für ihre gealterten und erholungsbedürftigen Schwestern.
Das Erbe bestand aus einem Wohnhaus, einem früheren Ziegelei-brennofen, zwei kleinen alleinstehenden Gebäuden, einer Stallung und einer größeren Glashalle zur Lagerung von Geräten. Das anschließende Gelände umfasste sechs ha landwirtschaftliches Gebiet. Nach Übernahme des Erbes bemühte sich die Kongregation, den landwirtschaftlichen Betrieb wieder aufzunehmen. Die in schlechtem Zustand befindlichen Gebäude wurden verbessert. Der Betrieb wurde erst 1969/70 eingestellt.

Beim Angriff auf Würzburg am 16.März 1945 blieben die Gebäude nahezu unversehrt und boten in den kommenden Jahren die erste Unterkunft für die in der Innenstadt ausgebombten Schwestern des Mutterhauses. In das Wohnhaus wurde die Krankenabteilung des Mutterhauses verlegt und eine kleine Hauskapelle errichtet, die sich sehr bald als zu klein erwies. Deshalb wurde eine Kapelle erbaut, betreut von den Claretiner-Patres, später von den Augustinern, jetzt von den Salesianern Don Boscos. Die Kapelle wurde am 15. August 1943 benediziert auf den Titel "Marienruhe". Dieser Name stand für das ganze Haus, da es nach dem Willen von Herrn Siegler für kranke, genesende, alte Schwestern genutzt werden sollte. Von Anfang an wurde das Haus "Marienruhe" von Schwestern gerne aufgesucht, da es, am Rand der Stadt Würzburg gelegen, gute Erholungs-möglichkeiten bietet.

Die Kongregation erklärte sich bereit, einen Kindergarten zu errichten, der durchschnittlich von 30-35 Kindern besucht wurde. Mit der Eröffnung des Kindergartens St. Bruno im Jahre 1960 war er nicht mehr notwendig und wurde aufgegeben.

1964-1967 erstellte die Kongregation einen Neubau als Schwestern-Erholungshaus und Altenheim (Steinbachtal 98). Die Kapelle wurde am 23. Mai 1967 benediziert auf den Titel "Maria Königin".
1976/77 erfolgte der Umbau des Ökonomiegebäudes zum Ferienhaus für Schwestern.

Steinbachtal HEUTE

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Gesamtansicht


Das ehemalige Gelände Steinbachtal 97 (Marienruhe) beherbergt seit 2011 die
"Geistliche Jugend- und Familienbegegnung Wirbelwind".
Die bestehenden Gebäude wurden für Kinder, Jugendliche und Familien entsprechend eingerichtet.

 
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Geistliche Familienbegegnung "Wirbelwind", Steinbachtal 97
 
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Kapelle "Marienruhe", Steinbachtal 97


Am Dienstagabend, 17 Uhr
feiert die Pfarrgemeinde St. Bruno
in der Kapelle "Marienruhe" Gottesdienst,
am Wochenende nutzen sie
die Teilnehmer vom "Wirbelwind"
für ihre Gebetszeiten.
Für die Schwesterngemeinschaft
ist sie Mittelpunkt
des klösterlichen Lebens.
 


Das Schwestern-Erholungshaus und Altenheim "Maria Königin" wurde
1964 - 1967 erbaut und in den
Jahren 1999-2001 renoviert.
Dort leben zurzeit 29 Schwestern.

Genutzt wird es auch nach wie vor für erholungssuchende Schwestern und für Zeiten der Stille in Exerzitien.

 
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Musikgruppe
 

Die Kapelle ist Herzstück und Mittelpunkt der Gemeinschaft; dort treffen sich die Schwestern zur täglichen Eucharistiefeier, zu stillem Gebet, gemeinsamer Anbetung und zum gemeinsamen Stundengebet. Gottesdienstordnung