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Fastenimpuls am 23.3.2017

Die christlichen Werte zeichnen unsere Einrichtungen aus - damit Erlösung Wirklichkeit wird
Eine Legende erzählt: Als Christus zum Himmel aufgefahren war, fragten ihn die Engel, wie es denn nun mit seinem Reich auf der Erde weitergehen solle.
„Ich habe doch meine Jünger auf Erden“, antwortete Christus.
Aber die Engel sahen, wie unbedeutend, wie schwach und verzagt die Jünger waren, und fragten erschrocken: „ Herr, hast du denn wirklich keinen anderen, keinen besseren Plan?“
Und Christus entgegnete: „Nein – einen anderen Plan habe ich nicht.“
Diese „unbedeutenden, schwachen und verzagten Jünger“ das sind wir. Wir, die in den Einrichtungen der Erlöserschwestern ihren Dienst tun und getragen sind vom Gebet unserer Schwestern und im Gebet füreinander.
Der Plan Christus kommt hier zum Tragen. Unsere Einrichtungen sind sehr unterschiedlich in ihren Schwerpunkten und Dienstleistungen. Alle sind wir vom Geist unseres Erlösers Jesus Christus getragen, so dass unser Handeln am Menschen und mit den Menschen durch das christliche Menschenbild geprägt ist.
Auf diesem Weg dürfen wir uns immer wieder fragen:
Spüren wir, untereinander und auch die Menschen, die uns begegnen, diese Freude am Glauben, am Miteinander, am Dienst tun für den anderen?
Sind christliche Werte für uns umsetzbar – leben wir sie selbst – durchdringen sie unseren Alltag?
Spüren wir das Vertrauen Jesus, das er in uns alle setzt?
Spüren wir sein Dasein in uns und um uns herum?

Stille
Im 2. Korintherbrief 3/ 2-3 schreibt Paulus:
Unser Empfehlungsschreiben seid ihr, es ist eingeschrieben in unser Herz, und alle Menschen können es lesen und verstehen.
Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern – wie auf Tafeln – in Herzen von Fleisch.

Stille
Gebet:
Getrost und zuversichtlich bleiben können
auch in Bedrängnissen und Ängsten, die sich nicht ablegen lassen.
Gelassen und heiter sein können, wenn auch viel Unerfreuliches
und Trauriges die Lichtblicke trübt.
Gestärkt und ermutigt hoffen können, auch wenn die Verunsicherung
zu schaffen macht,
und die Ohnmacht erschreckend groß ist.
Getragen und beseelt sein, auch wenn der Trott des Alltags,
oft so gnadenlos uns alle Kräfte zu rauben scheint.
Gesegnet und offen sein, um christliche Werte spürbar werden zu lassen.
Wir dürfen zum Segen werden
für unsere Kollegen, Kolleginnen,
für unsere Ordensschwestern und
für alle Menschen, die uns im Alltag begegnen
und für uns selbst.
Dazu segne uns Gott Vater, Gott Sohn und der Heilige Geist.
Amen

Gabriele Kopp, Wirbelwind