"kirchliches Arbeitsrecht" gilt weiterhin in den Einrichtungen der Kongregation

Das kirchliche Arbeitsrecht wird im Rahmen des sog. Dritten Weges gemeinsam von Dienstgebern und Dienstnehmern gestaltet. In paritätisch besetzten Kommissionen werden die Arbeitsbedingungen ausgehandelt und die Einhaltung angemessener Standards gewährleistet. Dies zeigt sich daran, dass die „Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes“ (AVR) nicht nur den Regelungen des Tarifvertrages des Öffentlichen Dienstes (TVöD) entsprechen, sondern darüber hinausgehende Leistungen enthalten.

Um die Geltung des Dritten Weges für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin sicherzustellen, hat die Deutsche Bischofskonferenz im Juni 2011 eine Änderung des Artikels 2 Absatz 2 der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse“ (GO) beschlossen. Die GO ist die wichtigste Rechtsquelle des Arbeitsrechts der katholischen Kirche in Deutschland und damit des Dritten Weges. Danach sind alle Vereine, Verbände und Einrichtungen, die nicht unmittelbar dem Diözesanbischof unterstellt sind, sowie die Orden des Päpstlichen Rechts verpflichtet, die GO, selbst wenn sie – wie bei uns - bereits bisher angewendet wurde, bis spätestens 31.12.2013 verbindlich in ihr Statut zu übernehmen.

Mit nachfolgender Erklärung vom 19. April 2013 hat dies die damalige Generaloberin Schw. M. Juliane Friedrich für den Geltungsbereich der Kongregation, als einen Orden Päpstlichen Rechts, vollzogen.